Ausstellungen

Hans Nadler zum 100. Geburtstag

Mosaiksteine

Ausstellung
bis 30. September 2010
im Ortsamt Loschwitz, Grundstraße 3




H E I M A T

4. Juni bis 30. Juli 2010
im Ortsamt Loschwitz

Aquarell - Acryl - Ölmalerei

Dr. Christa Kiehl und Franziska Hantzsch

Ausstellungseröffnung am 4. Juni 2010, 18 Uhr
Einführung: Gerd Grießbach
Musikalische Umrahmung: Christian Mögel



Hans-Joachim Neidhardt
Blickbeziehungen

Sonntagsarbeiten eines Kunsthistorikers
Bilder vom Elbhang bis zum Mittelmeer

Ab 8. Februar bis 31. März 2010
im Ortsamt Loschwitz


Nur wenige Stufen zu den
„Aussichtstürmen am Elbhang“

Das Steigen auf Aussichtstürme war früher mehr „in“ als heute. Man bemerkt es am Scheitern vieler Gastronomen auf Berghöhen ohne ausreichende Autoanbindung – siehe „Loschwitzhöhe“, „Café Hausberg“ ...
Doch Bergwandern kommt wahrscheinlich wieder in Mode – wo werden dann die Türme geblieben sein? Das Schicksal einiger verlief tragisch, andere wurden der Öffentlichkeit durch Privatisierung entzogen.
Rund 80 Gäste fanden sich zur Eröffnung der Ausstellung „Aussichtstürme am Elbhang – Die Ritualisierung touristischen Sehens“ im Ortsamtsgebäude Loschwitz zusammen.
Der Vorsitzende Otto-R. Wenzel eröffnete die von Christine Karla Schröder gestaltete, nunmehr
zweite ständige Ausstellung des Ortsvereines Loschwitz-Wachwitz (nach „Der Königliche Weinberg Wachwitz“). Ganz besonderer Dank gilt ihr für das die Ausstellung ermöglichende, starke persönliche Engagement.
Die musikalische Umrahmung lieferte Alena Nawka (Violine), u. a. mit einer Romanze von Swenson aus dem 19. Jahrhundert – der Zeit, die auch Anlass für den Ausstellungsuntertitel war: „Und bei der Suche nach der buchstäblichen Horizonterweiterung diente dem Bürger der Aussichtsturm. Dabei wurde das Wandern und der Aufstieg zum Aussichtsturm – verbunden mit Rezitation und Gesang – zu einer symbolischen Handlung, zur patriotischen Tat. Wandern war nun kein reines Privatvergnügen mehr, sondern wurde zum verbindenden Ritual gesellschaftlicher Gruppierungen und Bünde.“
Über die in der Ausstellung vorgestellten neun Aussichtstürme sprach Eberhard Münzner in einem bebilderten Vortrag.
Der Ortsverein dankte auch Frau Lange vom Ortsamt für die seitens der Stadtverwaltung bereitgestellte Ausstellungsfläche. Hier werden Ausstellungstafeln von einem Fries aus montierten Luftbildaufnahmen überspannt, welche die derzeitigen bzw. ehemaligen Standorte der Türme zeigen. Liebevoll gestaltete Vitrinen, teilweise mit Originalstücken, ergänzen die Bilder und Texte der Tafeln. Der Recherche dieses umfangreichen Materials ging eine monatelange Fleißarbeit von Frau Schröder voraus, unterstützt durch den Verein, u. a. Eberhard Münzner, Matz Griebel und andere. Dank gilt auch Karl Richter aus Rochwitz, Lutz Uhlig aus Gönnsdorf, Frau Büchsenstein vom Landesvermessungsamt und Bernd Beyer aus Blasewitz. Durch gemeinsame Anstrengung konnte manches dem Vergessen entrissen und einiges wieder ins Bewusstsein gerufen werden (Fernsehturm!).
Der Weg in diese Ausstellung lohnt – und es sind deutlich weniger Stufen zu steigen als auf einen Turm: man findet sie bereits im ersten Stock.
H. F.

Bild: Erster Rundgang nach der Ausstellungseröffnung.	 Foto: Jürgen Frohse
Erster Rundgang nach der Ausstellungseröffnung.
Foto: Jürgen Frohse