Liebenswertes Dokument eines Lehrerlebens
Otto Kotzsch: O du herrliche Jugendzeit!
Erinnerungen aus einem Lehrerleben
Die Lebenserinnerungen des Loschwitzer Lehrers Otto Kotzsch wurden uns in Form einer nur schwer lesbaren Kopie für das Archiv übergeben. Zunächst waren wir bemüht, sie für die Nachwelt zu erhalten und lesbar zu machen.
Beim Abschreiben traten die Fotos von Ottos Vater, August Kotzsch, vom alten Loschwitz vor das geistige Auge. Die Idee wurde geboren, diese schriftlichen Aufzeichnungen mit fotografischen Illustrationen aus dem Umfeld der Familie Kotzsch zu veröffentlichen.
Dem glücklichen Umstand, dass die Enkel den Nachlass des Großvaters bewahrten, verdanken wir ein umfangreiches Bildmaterial, das den Text lebendig werden lässt.
Otto Kotzsch, am 13. Juni 1880 in Loschwitz geboren, verbrachte hier seine Kindheit und Jugend. Nach seiner Ausbildung als Lehrer kehrte er 1905 nach Loschwitz zurück, wo er bis kurz vor seinem Tod, am 23. April 1967, lebte.
Die Musik spielte in seinem Leben eine große Rolle. Schon als Kind drängte es ihn, ein Instrument zu spielen. Schließlich erlernte er das Geige-, Klavier und Orgelspielen. Dies befähigte ihn neben schulischem und privatem Musikunterricht, der intensiven Pflege der Hausmusik, auch 26 Jahre als stellvertretender Kantor in der Loschwitzer Kirche zu agieren.
Mit seinem zeichnerischen Talent und seinen handwerklichen Fähigkeiten gestaltete er seinen Heimatkundeunterricht interessant und anschaulich. Von seinen Arbeiten, mit denen er seine Kollegen und Schüler, aber auch seine Familie überrascht hat, ist einiges erhalten.
Als Lehrer und langjähriger Vorsitzender des Ortsvereines Loschwitz befasste er sich intensiv mit der Geschichte des Ortes und seinem kulturellen Erbe. Ständig war er mit dem Fotoapparat unterwegs, um Historisches, aber auch Veränderungen in Loschwitz zu dokumentieren und dies bei Führungen durch das Loschwitzer Gebiet, Dia-Vorträgen und in zahlreichen Veröffentlichungen den Bewohnern nahe zu bringen.
Mit diesem Buch möchten wir den Bewohnern des Elbhanges seine Arbeit auf dem Gebiet der Heimatpflege näher bringen, bei den Kindern und Jugendlichen Interesse an ihrer Heimat wecken.
Auch außerhalb dieser Region ist dieses liebenswerte Dokument eines Lehrerlebens pädagogisch und kulturell bedeutungsvoll. Es kann Lehrern dabei helfen, ihre Schüler für Heimat im besten Sinne des Wortes zu sensibilisieren.
Durch Ihre Spenden möchten wir trotz der begrenzten Auflagenhöhe einen attraktiven Verkaufspreis ermöglichen, damit dieses wertvolle Dokument eines Lehrelebens einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann.


